Darum ist Abgrenzung so wichtig
Abgrenzung hat in unserer Gesellschaft häufig ein schlechtes Image. Sie klingt nach Rückzug, nach Desinteresse oder gar nach Egoismus. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Wer sich klar abgrenzt, übernimmt Verantwortung – für sich selbst! In einer Welt, die von ständiger Erreichbarkeit und Erwartungen geprägt ist, wird das zu einer entscheidenden Fähigkeit.
Warum Abgrenzung kein Rückzug ist
Gerade im beruflichen Umfeld fällt es uns schwer, Grenzen zu setzen. Wir wollen zuverlässig, hilfsbereit und engagiert sein. Wir sagen „ja“, obwohl wir innerlich „nein“ fühlen. Wir übernehmen Aufgaben, bleiben länger und sind ständig erreichbar, obwohl unsere Energie längst erschöpft ist.
Doch Abgrenzung ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist Ausdruck von Klarheit, Selbstachtung und letztlich auch von Professionalität. Wer gut auf sich achtet, kann langfristig auch gut für andere da sein.
Abgrenzung schafft Nähe, nicht Distanz
Abgrenzung wird oft missverstanden. Viele glauben, sie führe zu Distanz zwischen Menschen. In Wahrheit schafft sie Nähe, weil sie ehrlich und authentisch ist. Wer sich selbst klar positioniert, lädt andere ein, es ebenfalls zu tun.
Das bewusste Setzen von Grenzen ist somit kein Rückzug, sondern ein Signal von Respekt – sich selbst und anderen gegenüber. Es fördert echtes Verständnis, Vertrauen und tragfähige Beziehungen.
Praktische Umsetzung im Alltag – So kannst du Abgrenzung üben
- Reflexion: Nimm dir regelmäßig Zeit, um zu spüren, wann dir etwas zu viel wird.
- Kommunikation: Sage klar und respektvoll, was du brauchst und wo deine Grenzen liegen.
- Priorisierung: Entscheide bewusst, welche Aufgaben du übernimmst und welche du ablehnst.
- Selbstfürsorge: Plane feste Zeiten für Erholung und persönliche Bedürfnisse ein.
Abgrenzung ist ein Prozess. Sie gelingt nicht immer sofort und in jeder Situation perfekt. Aber jeder Schritt, bei dem du deine Energie schützt, stärkt deine Handlungsfähigkeit, Klarheit und innere Balance.
Fazit: Abgrenzung als Ausdruck von Stärke
Abgrenzung ist ein Menschlichkeitssignal, kein Makel. Sie ermöglicht es dir, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen, klar zu handeln und gleichzeitig echte Verbindung zu anderen zu halten. Grenzen setzen heißt nicht, sich zurückzuziehen – es heißt, sich selbst zu respektieren und Raum für authentische Beziehungen zu schaffen.
Manchmal beginnt Selbstfürsorge genau dort, wo wir lernen, Grenzen nicht länger als Trennung zu verstehen, sondern als Voraussetzung für Verbundenheit. Wer sich selbst schützt, kann anderen offen und präsent begegnen.
Wie du Unterstützung bekommst
Wenn du Unterstützung dabei suchst, gesunde Grenzen zu setzen und Abgrenzung im Alltag zu üben, vereinbare ein kostenloses Erstgespräch. Gemeinsam finden wir Wege, wie du deine Energie schützt, bei dir bleibst und gleichzeitig Beziehungen stärkst.
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Weiterführende Links
- Grenzen setzen – innere Stärke durch klare Abgrenzung
Erklärt, warum klare Grenzen Zeit, Gesundheit und Energie schützen und wie sie zu mehr innerer Ruhe beitragen. Psychologische Forschung zeigt, dass gesunde Grenzen Stress reduzieren und Resilienz stärken.
https://www.wellniss.de/magazin/artikel/grenzen-setzen/ - Abgrenzung als Selbstfürsorge & Schutz vor Überforderung
Psychologische Tipps, wie Selbstfürsorge und Abgrenzung helfen, das persönliche Wohlbefinden zu schützen und Lebensressourcen zu bewahren.
https://mental-gesund-leben.de/energiearbeit-resilienz-die-kunst-krisen-zu-ueberstehen/ - Psychologisches Verständnis von Grenzen und Selbstbestimmung
Radiosendung über den Entwicklungsprozess, durch den Menschen lernen, sich selbst zu behaupten und gesunde Grenzen zu setzen – wichtig für Selbstfürsorge und Identitätsentwicklung.
https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/psychologie/grenzen-setzen-schutz-100.html
