Entscheidungsleitfaden
Wann ist welches richtig für Sie?
Die folgenden Szenarien sind Hilfen, keine Diagnosen. Wenn Sie unsicher bleiben, sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder mit mir im Erstgespräch. Wir finden gemeinsam heraus, was Ihnen jetzt am besten dient.
1. Sie sind beruflich unter Druck und verlieren die Klarheit
Sie führen ein Team, ein Projekt oder ein Unternehmen. Die Verantwortung ist hoch, die Erschöpfung wächst, die Entscheidungen kosten mehr Kraft als früher. Sie schlafen schlechter, aber Sie funktionieren noch. Sie haben kein klinisches Bild, sondern ein Klärungsbedürfnis. Coaching ist hier richtig. Im Business-Health arbeiten wir an Rolle, Selbstführung und Belastungsgrenzen. Wichtig: Wenn aus „funktioniert noch“ ein „funktioniert nicht mehr“ wird, durchgehende Schlaflosigkeit, ständige Herzrasen, der Verlust der Freude an dem, was Sie früher gerne taten, wechselt die Indikation. Dann gehört zusätzlich eine ärztliche Abklärung dazu.
2. Sie begleiten einen psychisch erkrankten Angehörigen
Ihr Partner, Ihr Kind, Ihre Mutter ist psychisch erkrankt und Sie sind da. Bis Sie selbst nicht mehr da sind. Sie merken, dass Sie sich verlieren in der Sorge, in der Anpassung, in der Erschöpfung. Solange Sie selbst stabil sind, ist Coaching das richtige Format: für Selbstabgrenzung, Eigenfürsorge, klare Kommunikation. Das macht Life-Health. Wenn Sie selbst Symptome einer Erkrankung entwickeln, sprechen wir über zusätzliche fachärztliche Unterstützung.
3. Sie haben anhaltende Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen oder Antriebslosigkeit
Seit Wochen oder Monaten erleben Sie eine Schwere, die nicht weicht. Sie schlafen schlecht, kommen morgens schwer in den Tag, ziehen sich zurück. Vielleicht denken Sie zwischendurch, das Leben sei nicht mehr lebenswert. Hier ist Psychotherapie der richtige Weg, nicht Coaching. Bitte vereinbaren Sie zeitnah einen Termin in einer Hausarztpraxis oder einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung vermittelt unter der Telefonnummer 116 117 zeitnah eine psychotherapeutische Sprechstunde, auch wenn Sie noch keine Therapeutin haben. Bei akuten Suizidgedanken: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr und kostenfrei.
4. Sie stehen vor einem Lebensübergang ohne klinisches Bild
Trennung, Berufswechsel, Empty Nest, Pensionierung, Umzug ins Münsterland. Sie sind im Grunde stabil, aber das alte Skript trägt nicht mehr und das neue ist noch nicht geschrieben. Coaching ist hier ein guter Ort. Wir verstehen, wo Sie herkommen, und gestalten, wo Sie hinwollen. Nicht in einem Sprung, sondern Schritt für Schritt.
5. Sie haben bereits Therapie hinter sich und wollen das Erlernte ins Leben tragen
Eine Therapie hat Ihnen geholfen, ein altes Muster zu verstehen. Jetzt wollen Sie es in Ihrem Beruf, in Ihren Beziehungen oder in einer neuen Lebensphase praktisch umsetzen. Coaching kann hier wertvoll sein, als Brücke vom Verstehen zum Tun. Manchmal läuft eine Therapie parallel zum Coaching; das ist ausdrücklich möglich, wenn beide Seiten davon wissen.
6. Sie sind unsicher und wollen erst mal hören, was Sie brauchen
Vielleicht ist die ehrlichste Lage diese: Sie wissen es selbst nicht. Sie spüren, dass etwas nicht stimmt, aber Sie haben kein klares Bild davon, ob Coaching, Therapie oder etwas ganz anderes der nächste Schritt wäre. Genau dafür ist das kostenlose Erstgespräch gedacht. Wir reden 30 Minuten. Sie erzählen. Ich höre zu, frage nach, ordne ein. Am Ende sprechen wir gemeinsam darüber, was Ihnen jetzt am besten dient. Wenn das Coaching ist, biete ich es an. Wenn nicht, geben wir Ihnen Hinweise mit auf den Weg. Beides ist legitim. Beides ist hilfreich.