Bewertungen: Fluch oder Teil des Lebens?

Zwischen Urteil und Bewusstsein

„Man kann lernen, nicht mehr zu bewerten“, sagte einmal eine Führungskraft zu mir.
Ein schöner Gedanke, oder? Ein Zustand völliger Gelassenheit, frei von Urteilen, frei von Vergleichen. Keine Kritik, keine Einordnung – einfach nur Sein.

Doch ist das wirklich möglich? Wohl kaum.
Denn wir bewerten ständig. Wie wir geschlafen haben. Ob der Kaffee heute gut schmeckt. Wie das Meeting gelaufen ist. Bewertungen begleiten uns wie unser Schatten – unauffällig, aber immer da. Sie helfen uns, uns zurechtzufinden, Entscheidungen zu treffen und die Welt einzuordnen.

 

Warum Bewertungen so menschlich sind

Bewertungen sind kein Fehler in unserem System, sondern eine Funktion unseres Denkens.
Sie entstehen automatisch: Aus Erfahrungen, Überzeugungen, Emotionen und Bedürfnissen.
Ohne sie könnten wir kaum handeln oder Prioritäten setzen.

Doch: Unbewusste Bewertungen können uns auch in die Irre führen. Sie lassen uns vorschnell urteilen, blockieren Empathie oder schaffen Distanz. Gerade im Berufsleben, in der Zusammenarbeit oder im Kontakt mit anderen Menschen ist es hilfreich, diesen Mechanismus besser zu verstehen und zu lernen, ihn bewusst zu gestalten.

 

Der Schlüssel: Bewusstheit statt Neutralität

Das Ziel ist nicht, Bewertungen komplett abzuschaffen. Das wäre weder realistisch noch wünschenswert. Vielmehr geht es darum, bewusst zu bewerten: innezuhalten, zu reflektieren und zu prüfen, ob das, was du denkst oder fühlst, wirklich hilfreich ist.

Du kannst üben, Beobachtungen von Interpretationen zu trennen. Zu fragen: Was sehe ich wirklich und was denke ich darüber?
So entsteht Raum für Klarheit, Fairness und Verständnis – im Umgang mit dir selbst und anderen.

Bewusstheit bedeutet, Verantwortung für deine Sichtweise zu übernehmen. Nicht jede spontane Bewertung muss ausgesprochen oder geglaubt werden. Manchmal reicht es, sie wahrzunehmen und bewusst zu entscheiden, wie du reagieren möchtest.

 

Fazit: Bewerten gehört zum Leben

Bewertungen sind Teil unseres Menschseins. Sie geben Struktur, Orientierung und Sicherheit. Doch sie dürfen nicht unbewusst unser Denken und Handeln bestimmen.

Wenn du lernst, sie zu erkennen, zu hinterfragen und bewusst zu steuern, entsteht innere Freiheit und damit mehr Verständnis, Gelassenheit und Authentizität. Neutralität ist kein Ziel, Bewusstheit dagegen eine Haltung, die dich wachsen lässt.

 

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Wenn du lernen möchtest, bewusster mit deinen Gedanken, Bewertungen und Emotionen umzugehen, begleite ich dich gern auf diesem Weg. In einem kostenlosen Erstgespräch finden wir gemeinsam heraus, wie du mehr innere Balance, Bewusstheit und Stärke entwickeln kannst.

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